In Entwicklung

BFSG-Prüfung mit künstlicher Intelligenz

Automatisierte Scanner erkennen bis zu 40% der Barrierefreiheitsprobleme. Unser KI-Scanner verdoppelt das auf bis zu 80%.

Warum 40% nicht genug sind

Automatisierte Barrierefreiheits-Scanner prüfen technische Regeln: Ist ein Alt-Text vorhanden? Ist der Kontrast ausreichend? Hat das Formularfeld ein Label? Das sind wichtige Checks — aber sie decken nur einen Teil der BFSG-Anforderungen ab.

Was reine Automation nicht kann: Beurteilen, ob ein Alt-Text den Bildinhalt sinnvoll beschreibt. Verstehen, ob eine Überschriftenhierarchie logisch aufgebaut ist. Erkennen, ob ein Linktext im Kontext verständlich ist. Genau hier setzt unser KI-Scanner an.

Reine Automation ~40%
Automation + KI ~80%

Von Regelwerk zu Verständnis

Unser KI-Scanner versteht nicht nur Regeln, sondern Kontext — und erkennt dadurch Barrieren, die reine Automation übersieht.

Alt-Text-Qualität

Prüft nicht nur, ob Alt-Texte vorhanden sind, sondern ob sie den Bildinhalt sinnvoll beschreiben. Erkennt generische Texte wie "Bild" oder "IMG_2847" und schlägt bessere Alternativen vor.

Semantische Analyse

Erkennt, ob Überschriftenhierarchien logisch sind und der Seitenstruktur entsprechen. Findet Fälle, in denen H3 vor H2 steht oder Überschriften rein dekorativ eingesetzt werden.

Kontext-Verständnis

Bewertet, ob Linktexte, Buttonbeschriftungen und Formularlabels im Kontext verständlich sind. Erkennt nichtssagende Links wie "Hier klicken" oder "Mehr erfahren" ohne Kontext.

Interaktionsmuster

Analysiert, ob komplexe UI-Elemente wie Slider, Tabs, Modals und Akkordeons für assistive Technologien zugänglich sind — über die reine ARIA-Prüfung hinaus.

Sprachliche Klarheit

Prüft, ob Fehlermeldungen, Hinweistexte und Anleitungen verständlich formuliert sind. Identifiziert Fachjargon, unklare Anweisungen und mehrdeutige Formulierungen, die Nutzer mit kognitiven Einschränkungen vor Probleme stellen können.

Automation vs. KI im Vergleich

PrüfungAutomation+ KI
Alt-Text vorhanden?
Alt-Text sinnvoll?
Kontrast ausreichend?
Überschriften logisch?~
Linktext verständlich?
Formular-Logik korrekt?~
Komplexe Widgets geprüft?

KI als Ergänzung, nicht als Ersatz

Die KI erweitert unseren bestehenden WCAG-Scanner — sie ersetzt ihn nicht. Der automatisierte WCAG 2.1 AA Scan bleibt die solide Basis für alle technisch prüfbaren Kriterien: Alt-Texte, Kontraste, Labels, ARIA-Attribute und Tastaturnavigation.

Die KI-Schicht analysiert darüber hinaus Semantik, Kontext und Sinnhaftigkeit. Sie versteht, ob ein Alt-Text beschreibend ist, ob Überschriften eine logische Struktur bilden und ob Interaktionsmuster für alle Nutzer zugänglich sind. Zusammen erreichen wir eine Abdeckung von bis zu 80% der BFSG-Anforderungen.

Die verbleibenden 20% — etwa komplexe Usability-Fragen oder domänenspezifische Anforderungen — erfordern weiterhin menschliche Expertise. Dafür bieten wir manuelle Expert-Checks an.

Aktueller Entwicklungsstand

Der KI-Scanner befindet sich in aktiver Entwicklung. Wir arbeiten an der Integration in unsere bestehende Scan-Pipeline und testen die KI-Modelle auf Genauigkeit und Zuverlässigkeit bei der Erkennung von Barrierefreiheitsproblemen.

Haben Sie Fragen zum KI-Scanner oder möchten Sie mehr erfahren? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.