BFSG-Check: Online-Shops kostenlos auf Barrierefreiheit testen
Ist Ihr Shop BFSG-konform? Mit dem kostenlosen CheckBarriere-Scanner prüfen Sie in 60 Sekunden Ihre Barrierefreiheit nach WCAG 2.1 AA.
BFSG-Check: Online-Shops kostenlos auf Barrierefreiheit testen
Das Wichtigste in Kürze: Seit dem 28. Juni 2025 verpflichtet das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) nahezu alle Online-Shops in Deutschland zur Barrierefreiheit nach WCAG 2.1 Level AA. Wer nicht konform ist, riskiert Bußgelder bis 100.000 Euro und Abmahnungen ab 2.500 Euro. Mit dem kostenlosen CheckBarriere-Scanner können Sie in 60 Sekunden prüfen, wo Ihr Shop steht — ohne Registrierung, ohne technisches Vorwissen. Sie erhalten eine klare Ampelbewertung und konkrete Handlungsempfehlungen auf Deutsch.
Das BFSG ist seit dem 28. Juni 2025 geltendes Recht. Trotzdem sind nach unseren Scans über 90 % der deutschen Online-Shops noch nicht vollständig konform. Der Grund ist selten Unwille, sondern Unsicherheit: Welche Anforderungen gelten konkret? Wie prüfe ich meinen Shop? Und was muss ich zuerst beheben?
Dieser Artikel erklärt, wie Sie Ihren Shop kostenlos auf BFSG-Konformität testen können — und was die Ergebnisse für Sie bedeuten.
Was das BFSG für Online-Shops konkret bedeutet
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz setzt die europäische Richtlinie 2019/882 (European Accessibility Act) in deutsches Recht um. Für Online-Shop-Betreiber heißt das: Ihre Website muss so gestaltet sein, dass Menschen mit Behinderungen sie gleichberechtigt nutzen können.
Der technische Standard, auf den sich das BFSG bezieht, ist WCAG 2.1 Level AA (Web Content Accessibility Guidelines). Konkret müssen folgende Bereiche barrierefrei sein:
- Wahrnehmbarkeit: Alle Bilder brauchen aussagekräftige Alternativtexte. Videos benötigen Untertitel. Farbkontraste zwischen Text und Hintergrund müssen mindestens 4,5:1 betragen.
- Bedienbarkeit: Jedes interaktive Element (Buttons, Links, Formulare, Dropdown-Menüs) muss per Tastatur erreichbar und bedienbar sein. Fokus-Indikatoren müssen sichtbar sein.
- Verständlichkeit: Formulare brauchen eindeutige Beschriftungen. Fehlermeldungen müssen erklären, was falsch ist und wie man es korrigiert. Die Sprache der Seite muss im HTML deklariert sein.
- Robustheit: Der Code muss mit assistiven Technologien wie Screenreadern kompatibel sein. ARIA-Attribute müssen korrekt eingesetzt werden.
Wer ist betroffen — und wer nicht?
Das BFSG gilt für alle Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen online an Verbraucher in Deutschland verkaufen. Ausgenommen sind nur Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und einem Jahresumsatz oder einer Jahresbilanzsumme unter 2 Millionen Euro.
Achtung: Die Ausnahme gilt nur, wenn beide Kriterien gleichzeitig erfüllt sind. Ein Shop mit 8 Mitarbeitern und 3 Millionen Euro Umsatz fällt unter das BFSG.
Was passiert bei Verstößen gegen das BFSG?
Die Konsequenzen sind real und messbar:
Bußgelder: Bis zu 100.000 Euro je nach Schwere und Dauer des Verstoßes. Die Marktüberwachungsbehörden der Bundesländer sind für die Durchsetzung zuständig.
Abmahnungen: Wettbewerber, Verbraucherschutzverbände und spezialisierte Kanzleien können nicht-konforme Shops abmahnen. Die Kosten pro Abmahnung liegen typischerweise zwischen 2.500 und 8.000 Euro für Anwaltsgebühren und Unterlassungserklärung.
Verkaufsverbot: Im Extremfall können Behörden den Verkauf über einen nicht-barrierefreien Shop untersagen — ein direkter Umsatzverlust.
Verlorene Kunden: Rund 7,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Dazu kommen Millionen älterer Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen, motorischen Einschränkungen oder kognitiven Beeinträchtigungen. Ein nicht-barrierefreier Shop schließt diese Kundengruppe faktisch aus.
So funktioniert der kostenlose BFSG-Check mit CheckBarriere
Der CheckBarriere-Scanner wurde speziell für deutsche Online-Shops entwickelt. Die Prüfung funktioniert in drei Schritten:
Schritt 1: URL eingeben
Geben Sie die Adresse Ihres Online-Shops auf checkbarriere.de ein. Kein Login, keine Installation, keine Kreditkarte.
Schritt 2: Automatische Analyse
Der Scanner öffnet Ihren Shop in einem echten Browser (Playwright), rendert JavaScript und interaktive Elemente vollständig und prüft anschließend jede Seite mit axe-core gegen die WCAG 2.1 Level AA Kriterien. Die gleiche Technologie wird auch von Google und Microsoft für ihre eigenen Barrierefreiheitstests verwendet.
Im kostenlosen Plan werden bis zu 5 Seiten analysiert. Der Scanner erkennt automatisch Ihre Sitemap und prüft die wichtigsten Seitentypen: Startseite, Kategorieseiten, Produktseiten und Checkout.
Schritt 3: Report auf Deutsch erhalten
Nach ca. 60 Sekunden erhalten Sie:
- Eine BFSG-Ampelbewertung (grün, gelb oder rot) mit einem Gesamtscore
- Die Top-5 Verstöße mit Schweregrad, betroffenem WCAG-Kriterium und der Stelle im Code
- Konkrete Handlungsempfehlungen auf Deutsch — nicht "WCAG 1.3.1 violation", sondern "Formularfeld hat keine Beschriftung: Nutzer mit Screenreader können den Zweck des Feldes nicht erkennen"
Welche Fehler der Scanner am häufigsten findet
Aus über 300 Scans deutscher Online-Shops haben sich klare Muster herauskristallisiert. Diese fünf Probleme tauchen in mehr als 70 % aller Shops auf:
1. Fehlende oder leere Alternativtexte bei Bildern
Produktbilder, Banner und Icons ohne alt-Attribut. Screenreader können den Inhalt nicht vermitteln. Besonders kritisch bei Produktbildern, wo der Alt-Text die einzige Beschreibung für blinde Nutzer ist.
2. Unzureichende Farbkontraste Hellgrauer Text auf weißem Hintergrund, Buttons mit zu wenig Kontrast. Das WCAG-Minimum für normalen Text ist 4,5:1 — viele Shops liegen bei 2:1 oder 3:1, besonders bei Preisangaben, Rabattlabels und Placeholder-Texten in Formularen.
3. Formulare ohne Labels
Suchfelder, Newsletter-Anmeldungen und Checkout-Formulare ohne zugeordnete <label>-Elemente. Screenreader können nicht erkennen, welche Eingabe erwartet wird. Ein placeholder allein reicht nicht aus, da er beim Tippen verschwindet.
4. Fehlende Tastaturbedienbarkeit Dropdown-Menüs, Bildergalerien und Filter, die nur per Maus bedienbar sind. Nutzer, die keine Maus verwenden können (motorische Einschränkungen, Screenreader-Nutzer), kommen an diesen Elementen nicht vorbei.
5. Fehlende Sprachdeklaration
Das lang-Attribut im <html>-Tag fehlt oder ist falsch gesetzt. Screenreader wissen dadurch nicht, in welcher Sprache sie den Text vorlesen sollen — und verwenden die falsche Aussprache.
Kostenlos vs. Paid: Welcher Plan passt zu Ihnen?
| Feature | Free (0 EUR) | Starter (29 EUR/Monat) | Pro (79 EUR/Monat) |
|---|---|---|---|
| Scans pro Stunde | 3 | 10 | Unbegrenzt |
| Seiten pro Scan | 5 | 10 | 25 |
| Verstöße sichtbar | Top 5 | Alle | Alle |
| Scan-Verlauf | - | Ja | Ja |
| Auto-Monitoring | - | Wöchentlich | Täglich |
| PDF-Export | - | - | Ja |
Für den Einstieg reicht der kostenlose Plan. Sie sehen sofort, ob Ihr Shop rot, gelb oder grün bewertet wird und welche Verstöße am kritischsten sind. Für regelmäßiges Monitoring und vollständige Reports empfehlen wir den Starter-Plan.
Nach dem Scan: Die nächsten Schritte
Ein Scan-Report allein löst keine Probleme. So gehen Sie die Ergebnisse systematisch an:
Priorität 1 — Kritische Verstöße beheben: Alles, was den Checkout, die Navigation oder Formulare blockiert. Diese Fehler haben das höchste Abmahnrisiko und betreffen die meisten Nutzer.
Priorität 2 — Schwere Verstöße reduzieren: Fehlende Alternativtexte auf Produktbildern, unzureichende Kontraste bei wichtigen Inhalten. Hier liegt der größte Hebel für eine bessere Gesamtbewertung.
Priorität 3 — Kleinere Probleme aufräumen: Dekorative Bilder ohne leeren Alt-Text, fehlende Skip-Links, inkonsistente Fokusreihenfolge. Wichtig für vollständige Konformität, aber geringeres unmittelbares Risiko.
Regelmäßig nachprüfen: Barrierefreiheit ist kein einmaliges Projekt. Jedes Theme-Update, jedes neue Plugin und jede Änderung am Checkout kann neue Barrieren einführen. Das wöchentliche Monitoring im Starter-Plan erkennt Verschlechterungen automatisch und benachrichtigt Sie per E-Mail.
Häufige Fragen zum kostenlosen BFSG-Check
Ist der Scanner wirklich kostenlos? Ja. Der Basis-Scan mit bis zu 5 Seiten und den Top-5 Verstößen ist dauerhaft kostenlos und erfordert keine Registrierung.
Erkennt ein automatischer Scan alle Barrierefreiheitsprobleme? Automatisierte Scans erkennen etwa 30-40 % aller möglichen WCAG-Verstöße — aber es sind die häufigsten und am einfachsten zu behebenden. Komplexe Usability-Probleme (z.B. logische Reihenfolge von Inhalten, Verständlichkeit von Texten) erfordern eine manuelle Expertenprüfung. CheckBarriere bietet dafür manuelle Expert-Checks ab 249 EUR an.
Funktioniert der Scan auch bei JavaScript-lastigen Shops? Ja. Der Scanner verwendet Playwright, einen echten Browser, der JavaScript vollständig ausführt. Dadurch werden auch dynamisch geladene Inhalte, Single-Page-Applications und interaktive Elemente korrekt geprüft.
Werden meine Daten gespeichert? Scans ohne Benutzerkonto werden nach 24 Stunden automatisch gelöscht. Mehr Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Fazit: Jetzt handeln statt abwarten
Das BFSG gilt seit dem 28. Juni 2025. Die Marktüberwachungsbehörden sind aktiv, die ersten Abmahnwellen laufen bereits. Je länger Sie warten, desto höher das Risiko.
Der kostenlose BFSG-Check auf checkbarriere.de gibt Ihnen in 60 Sekunden eine klare Antwort: Wo steht Ihr Shop, was muss als Erstes behoben werden und wie hoch ist Ihr Risiko? Starten Sie jetzt — kostenlos und ohne Anmeldung.